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The following article appeared in the California Staatszeitung in May, 2006.

Deutsche Schule San Diego
Meistens werden die ehemaligen Schulleiter zu den Schulfeiern der Deutschen Samstagsschulen eingeladen. So hatte ich die Gelegenheit die Jahres-Abschlußfeier der Deutschen Schule San Diego am 13. Mai dieses Jahres so richtig zu genießen. Das kann man als Schulleiterin nämlich nicht, weil man bis zur letzten Minute mit diesem und jenem eingespannt ist; plötzliches Kranksein von Kindern oder Lehrkräften und helfenden Eltern - das Vergessen von Sachen, die einem versprochen wurden, mitzubringen – das nicht richtig Lernen der Texte von den Kindern, usw. Die Feier soll schließlich gelingen, ein guter und schöner Abschluß sein und den Eltern zeigen, was ihre Kinder gelernt haben, wo und wie sie sich verbessert haben. Und danach ist es noch nicht zu Ende, manchmal werden Zeugnislisten von den Lehrekräften vergessen abzugeben, Anwesenheitslisten und, und, und. Und zum Schluß haben u.U. die Kinder noch während der Feier Dummheiten auf den Klos und sonstwo gemacht, und die Schulleiterin muß sich beschämt bei den Zuständigen  der gemieteten Räumlichkeiten entschuldigen und die Kalamitäten persönlich in Ordnung bringen. In diesem speziellen letzten Fall hat es die Gastgeberin der German-American Societies, Heidi Williams, großzügigerweise selbst erledigt. Sie hat selber Kinder und Enkel und ein gutes, verständiges Herz. Vielen Dank Heidi! Aber sonst bleiben solche Vorfälle immer an der Schulleiterin hängen. Jede Schulleiterin all unserer Samstagsschulen in Süd-Kalifornien weiß davon ein Lied zu singen.

Das alles bekommt man als zuschauende Person nicht mit. Die Feier läuft dann trotz allem mehr oder minder gut ab. Die Schulleiterin ist erschöpft, fragt sich was hätte besser laufen können .... und die Kinder sind froh – 3 ½ Monate keine Schule – Sommer – hurra!

Warum ich das schreibe? Ich hatte mit schwerem Herzen die Schule vor 7 Jahren abgegeben und bin ganz beglückt über die zweite Schulleiterin, Frau Barbara Abbott, nach mir. Es geht weiter! Das ist mir und natürlich auch dem Schulverein von Süd-Kalifornien und so manchem  deutschschlagendem Herzen wichtig. Unsere jüngste geschichtliche Vergangenheit lastet ja immernoch als schwarzer Schandfleck auf unserem Deutschtum, und dabei hat das Deutschtum auch soviel Schönes und Bereicherndes aus seinem Kulturgut anzubieten. Das zu erhalten und weiterzugeben haben sich die Deutschen Samstagsschulen zur Aufgabe und Pflicht gemacht.

Die Kinder am Samstag freiwillig zum Deutschlernen zu motivieren ist nicht so ganz einfach, wo andere „fun“ haben, ihren sportlichen Aktivitäten nachgehen oder sonst etwas Schönes tun. So bedarf es Anreiz.  Wie gestaltet man einen Deutschunterricht, der Spaß macht, und wo man trotzdem dabei die Sprache lernt? Die Lehrkräfte müssen Begeisterung ausstahlen. Das ist möglich bei dem WIE des Anbietens von  Geschichten, Gedichten, Theaterspielen und  Singen - vorausgesetzt man ist mit dem Herzen dabei. Durch das ständige Wiederholen prägen sich Vokabeln und Grammatik beinah spielend ein.

Das alles bietet Frau Abbott. Ich war beeindruckt, mit wieviel Begeisterung die Kinder und Lehrkräfte bei der Abschlußfeier mitmachten. Ja, alle Lehrkräfte der Schule bewundern Frau Abbott. Sie bekräftigten mit einem großen Blumenstrauß, daß sie die Seele der Schule sei - und den Eindruck hatte ich auch. Bescheiden wie Frau Abbott ist, betonte sie, daß sie aber ein außergewöhnliches Lehrerkollegium hinter sich hat, das 100% hinter ihr steht und weit über den Samstagmorgen hinaus sich für den Fortschritt der Kinder beim Erlernen der deutschen Sprache einsetzt. Toll! Und auch die Eltern machten mit und fabrizierten ein ca 8m langes Bühnenbild und Kulissen, bastelten Kostüme und Utensilien. Das Motto war der „Wilde Westen“, angefangen mit dem Kindergartenspiel „Zwei Indianer“, ganz süß. Dann spielten die anderen Klassen der Schule zusammen eine Karl May Geschichte „Winnetou 4 ½ :  Auf nach Kalifornien“, bühnenreif von dem Mittelstufenlehrer, Herrn Raffael Hoffmann, geschrieben. (Karl May ist ja immer noch beliebt in Deutschland.) Es war richtig schön, die Kinder mit soviel Begeisterung spielen zu sehen. Sie sprachen alle ein klares, gutes Deutsch. Auch die Lieder, wurden mit heller Freude gesungen. Schon bei der Ankündigung wurde gejubelt und gepfiffen. Ihr Lieblingslied war „C-A-F-F-E  trink nicht soviel Kaffee ...“, das als Kanon einfach toll gebracht wurde. „Wenn die bunten Fahnen wehen ...“ eröffnete das Programm, es folgten „Alle Vögel sind schon da ...“, „Komm lieber Mai und mache ...“, „Die Wissenschaft hat festgestellt ...“. Die Lehrer wurden bejubelt; als sie mit ihren Klassen angekündigt wurden. Es herrschte Hochstimmung.

Die Samstagsschulen stehen und fallen mit dem Herzschlag der Schulleitung. Frau Abbott ist mit Leib und Seele dabei, das man überall spürt und an den Leistungen der Kinder erkennt. Die Schule hat bei dem AATG-Test, der eigentlich für Seniors der High Schools zugeschnitten ist, zahlreicher und besser abgeschnitten als alle High-Schools zusammen im San Diego Chapter. Und dabei sind „unsere“ Kinder viel jünger! Ein großes  Dankeschön,  Frau Abbott! All Ihr Mühen hat sich gelohnt.

Im September fängt das neue Schuljahr an, rufen Sie Frau Abbott an: (858) 450-6631 oder rufen Sie das Büro des Schulvereins an: (562) 693-0223, wenn Sie Ihre Kinder anmelden möchten.

 

MARCH 2007
AATG Feier des Deutsch-Amerikanischen Schulvereins – Ehrung der Schüler
Am Sonntag, dem 18. März 2007 ehrte der Deutsch-Amerikanische Schulverein die Schüler, die beim AATG Test gut abgeschnitten hatten. Dies ist ein Test, der von der American Association of Teachers of German jährlich in den High Schools der USA gegeben wird. Auch die Samstagsschulen des Schulvereins nehmen an diesen Tests teil. Die Ergebnisse zeigen, wie unsere Schüler im Verhältnis zu dem Rest der Nation stehen. Es überrascht immer wieder, wie gut unsere vielfach wesentlich jüngeren Schüler dabei abschneiden.
Bei schönem Wetter fanden sich Schüler und Gäste im Pavillon des Phoenix Clubs ein. Zuerst begrüsste Frau Reiff, die Präsidentin des Schulvereins alle Anwesenden und stellte drei Gäste vor, Frau Vizekonsulin Maria Steinhauser, die das Generalkonsulat vertrat,
Professor Markus Müller, Testing Chair for AATG und Herrn Heinz Kohlmeier, Fachberater für das Auslandsschulwesen.
Wie immer gestalteten die Schüler den Hauptteil des Programms. Von Gedichten von Heinz Erhardt bis Friedrich von Schiller, zu Sketchs, zu Liedern wie "Sah ein Knab ein Röslein stehn" bis die "Affen rasen durch den Wald" war alles vertreten. Die Schüler ernteten für ihre guten Leistungen viel Applaus. Nach Kaffee und Kuchen kam es dann zur Verteilung der Zertifikate. 65 Schüler wurden geehrt!
Es wurden auch 11 Schüler in die Deutsche Ehrenverbindung, Delta Epsilon Phi, aufgenommen. Herr Kohlmeier verlas die Initation und alle Schüler gelobten gute Mitglieder zu sein. Sie bekamen alle eine Urkunde und ein T-shirt mit dem Emblem von Delta Epsilon Phi.
Professor Markus Müller lobte die Schüler, er kannte ja deren Testergebnisse. Er war sehr beeindruckt und wies darauf hin, wie wichtig es sei weiterhin zu lernen um erfolgreich zu sein.
Es gab für Vizekonsulin Frau Maria Steinhauser eine Überraschung. Sie wurde zum Ehrenmitglied des Schulvereins ernannt, weil sie sich unermüdlich für den Schulverein, seine Aufgaben und seine Lehrer eingesetzt hat. Sie sah die Arbeit aller, die hinter den Erfolgen stand.
Zum Schluss dankte Frau Reiff allen Lehrern herzlich für ihre aufopfernde Arbeit. Alle erhielten ein kleines Geschenk und viel Lob und Dank.
Wir freuen uns darüber, dass bei vielen Eltern und Schülern Deutsch einen wichtigen Teil ihres Alltags einnimmt. Schliesslich ist es nicht immer einfach neben allen anderen Belastungen des regulären Schultags Samstags auch Zeit für die Deutsche Schule zu finden, wobei der Sport die grösste Konkurenz ist.
Allen Schülern noch einmal herzlichen Glückwunsch zu den guten Testergebnissen.
Angelika Marvin, Schulleiter der Temple City Schule

 

 

 

     
 
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